Internet

Internet zu haben ist zum einen ein Fluch und zum anderen ein Segen. Während der ersten paar Wochen gab es nur wenige Tage Internet zu Hause. Dadurch habe ich die Zeit sehr viel sinnvoller genutzt: gelesen, mich auf mein Studium konzentriert. Ich war produktiver, würde ich sagen. Aber dann kam das Internet wieder. Auf einmal saß man wieder vor dem Laptop, wusste gar nicht genau, was man im Internet machen sollte. Vorher gab es nur Internet an der Uni und da musste die Zeit zwischen den Vorlesungen sinnvoll gefüllt werden und es wurde nur das wirklich wichtigste erledigt.

Ein bisschen weniger Zeit verbringe ich schon im Internet. Mich hat aber meine Reaktion geschockt, als es kein Internet mehr gab. Ich wusste gar nicht wirklich, was ich nun machen sollte. Gut, am Anfang hat die Uni nicht einmal angefangen gehabt und ich hatte nichts zu tun. Aber dann, langsam und stetig, wusste ich auf einmal, was man auch ohne Internet tun kann. So schlecht war es gar nicht.

Vielleicht sollte ich öfter Internet-freie-Tage einrichten.

Wieso stört es mich überhaupt nicht, kein Internet auf See zu haben?

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Neuanfang

Da sitze ich nun in meiner neuen WG. Es ist ein schöner Altbau sehr zentral geworden. Die Mitbewohner durfte ich mir aussuchen. Mal schauen, wie wir uns zurechtfinden werden.

Nachdem ich nun vier Jahre in meiner Bachelor-Stadt gewohnt habe, wohne ich seit einer Woche in meiner Master-Stadt. Und ich kenne niemanden. Das ist ein wenig frustrierend. Nachdem alle Möbel aufgebaut und alle Kisten ausgepackt sind, kann man zwar das neue Zimmer genießen. Doch irgendwie fehlt der Kontakt zur Außenwelt. Ich versuche jeden Tag raus zugehen. Aber mit Regen und warten auf die Post lernt man doch niemand Neuen kennen.

Nach einer Woche nichts-tun freue ich mich nun darauf, dass die Uni anfängt. Da wird es Menschen geben. Ich kann mich über die Freizeitaktivitäten an der Uni informieren… und dabei endlich Menschen kennen lernen. Alleine sein ist das Schwerste am Neuanfang. Alles muss sich neu erarbeitet werden. Vor allem die Freundschaften. Alles andere hingegen ist einfach und gar nicht so wichtig.

Ich bin gespannt, wen ich treffen werde. Wie die Vorlesungen sein werden. Wie viele überhaupt im Kurs sind und was sich hier außerhalb des normalen Unterrichtes alles machen lassen kann.

Wohnungssuche

30-60 Minuten. Viele verschiedene Fragen. Und alle sind daraus ausgerichtet, zu erfahren, wie ich als Mitbewohnerin bin. Gehe ich aus? Lieber in eine Bar, einen Club oder in eine Disco? Was höre ich für Musik? Bin ich ordentlich? Brauche ich lange im Bad?

Aber wie sind eigentlich die aktuellen Bewohner so drauf? Sind sie mir sympathisch? Sind alle anwesend? Oder fehlt die Hälfte? Wie ist die Begrüßung? Wie die Verabschiedung? Finde ich die Wohnung gemütlich, steril oder unordentlich?

30 Minuten sind eine kurze Zeit um eine Entscheidung zu treffen. Danach lebe ich, wenn alles gut geht, mit den Menschen zusammen. Teile mir Bad, Küche und Wohnzimmer mit ihnen. Was, wenn der erste Eindruck sich als falsch herausstellt?

Ja, ich bin auf Wohnungssuche, speziell auf WG Suche. Alleine Wohnen möchte ich dann doch nicht. Vor allem nicht in einer mir fremden Stadt.
Es gibt aber so viele verschiedene Möglichkeiten zu wohnen, dass es mir fast unmöglich scheint, mich zu entscheiden. Darf es ein Altbau sein? Ein Neubau? Eine große oder kleine WG, gemischt oder nur Frauen. Großes oder kleines Zimmer. Doch am Ende liegt es auch an der WG. Und an meinem Bauchgefühl, dass ich während der Besichtigung hatte.

Exam Nerves

People are staring at me, would like to hear me. And I can’t get a word out of my mouth. Do I really want that? Or ought I search for an alternative? Am I good enough? Am I able do succeed? This exam will decide my future! I can’t fail, am not ALLOWED to fail.

Written exams are OK. If I have studied enough, I can just write down the answers, don’t have to look into anyone’s eyes and can go, whenever I am finished. Or can skip a question, when I don’t have a clue – and nobody notices.
But oral exams, two to three people are looking at me, like to calm me down, get all the knowledge out of my mouth. That’s how it feels like for me. You can see the immediate reaction to the answer in their faces, just a few people I can’t read. You get insecure, start stuttering, drink a sip of water to calm down. It’s all right again and after 20min the exam is over.

I am glad, that the only oral exam this semester is Spanish. I already had a one-to-one lesson with this teacher, the exam will be good. And I know Spanish. But would it be an examination for a certificate, I would scream, run in circles and would get crazy – inside of course. Outside I am calm.

Prüfungsangst

Die Menschen starren mich an, wollen mich hören. Und ich bekomme kein Wort heraus. Will ich das wirklich? Oder suche ich lieber nach einer Alternative? Bin ich Gut genug? Kann ich das überhaupt schaffen? Diese Prüfung entscheidet meine Zukunft! Ich kann nicht durchfallen, DARF nicht durchfallen.

Schriftliche Prüfungen sind noch in Ordnung. Wenn ich gut genug gelernt habe, kann ich einfach die Antworten aufschreiben, muss niemandem in die Augen schauen und kann gehen, wenn ich fertig bin. Oder eine Frage überspringen, wenn ich keine Ahnung habe – und es fällt keinem auf.
Aber mündliche Prüfungen, zwei bis drei Leute schauen mich an, wollen mich aufmuntern, mir das Wissen aus dem Mund saugen. So kommt es mir vor. Man kann die Reaktion auf die Antwort sofort im Gesicht ablesen, nur bei wenigen Menschen funktioniert das nicht. Man wird unsicherer, stottert, trinkt einen Schluck Wasser zur Beruhigung. Es geht wieder und nach spätestens 20min ist die Prüfung vorbei.

Ich bin froh, die einzige mündliche Prüfung dieses Semesters in Spanisch zu haben. Ich hatte bei der Professorin schon Einzelunterricht, das wird schon klappen. Und Spanisch kann ich auch. Wenn es aber eine Zertifikatsprüfung wäre, würde ich mich im Kreis drehen und verrückt werden.

Time Management

To plan time is not as easy as I always thought. Something is always happening. And if there is this new and continuous task appearing in your life, this filigree framework you worked out is beginning to shake.

In the last couple of weeks I tried to reconstruct this framework and while doing that try to include all the things that are important to me. Not an easy task, to decide between important tasks, which have to be definitely done and between others, that can get kicked off the list.
In the past I always thought that the books are taking it a step too far from reality, with all their prioritising, cutting off tasks and to have a not too tough time-table. But in the end I did exactly that. Unknown. But maybe not.

This new concept about my time works pretty well. I get along with it and I even got some time to write again. That, what’s important to me, will always get it’s place back in my life =).